Einige alte Straßen heute

Thüringer Wald, Haßberge, Steigerwald

Der Thüringer Wald

Der Thüringer Wald  trennt wie ein Riegel Nord- von Süddeutschland. Dadurch bedingt, mußten zahlreiche Fernhandelsstraßen das Gebirge überqueren. Dies war meist nicht ohne Hilfe möglich und so entstand dort das Gewerbe der Vorspanndienste. Die uralten Straßen haben an den Gebirgshängen Spuren in Form von Hohlwegen hinterlassen, teils in mehreren Bündeln nebeneinander herlaufend.

Die uralte Verbindungsstraße zwischen Mainz und Thüringen und die Alte Frankfurt - Leipziger -  Straße zogen  in der Gegend von Eisenach über seine hier nur rund 400 m hohe westliche Flanke und danach auf der "Sächsischen Hochstraße" weiter nach Osten. Doch die meisten den Kamm querenden Straßen hatten Höhen bis zu 800 m zu überwinden.

Der bekannteste alte Weg im Thüringer Wald ist der Rennsteig, der als Kammweg in West-Ost-Richtung führt. Er war allerdings nie eine durchgehende Straße, sondern nur auf einigen östlichen Teilstrecken ein Handelsweg.

Die Haßberge

Die kaum bekannten Haßberge liegen nördlich des Mains und erstrecken sich etwa östlich von Schweinfurt bis vor die Tore Bambergs. Das Gebirge mit Höhen bis zu 500 m trägt zahlreiche romantische Burgruinen. Auf seinem Kamm verläuft der Rennweg, der früher die Verbindung zwischen der Rhön und dem Bamberger Raum darstellte. Durch das Baunachtal führte über viele Jahrhunderte die Nürnberger Handelsstraße auf ihrem Abschnitt zwischen Main und Werra.

Der Steigerwald

Das Pendant der Haßberge südlich des Mains ist der Steigerwald. Seine Flußtäler verlaufen meist in Ost-West-Richtung und begünstigten damit auf den Gebirgskämmen den Verlauf uralter Hochstraßen.die allerdings auch kaum dokumentiert sind. Viele der Kammwege tragen noch heute Namen wie Hohe Straße oder Hochstraße. 

Die wichtige Handelsverbindungen zwischen Bamberg und Würzburg verliefen durch das Ebrachtal bzw. entlang des Mains, die zwischen Nürnberg und Würzburg durch den Aischgrund im Süden des Gebirges.