Entdeckungstouren

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Die Kätzeroder Weinstraße in ihrem Originalzustand

Viele der alten Straßen und Wege sind heute selbst im Wald nicht mehr in ihrem Originalzustand vorhanden. Im freien Gelände fielen sie dem Straßen- Wege- und Eisenbahnbau zum Opfer. Im Wald wurden sie dort, wo ihr Verlauf für die forstliche Nutzung benötigt wird, gemäß den heutigen Ansprüchen für Forstfahrzeuge hergerichtet. Hohlwege oder Wegerinnen wurden aufgefüllt und es entstanden grundhaft aufgebaute, geschotterte Wege. Nur dort, wo der Verlauf der alten Straße ungünstig, z. B. zu steil war, blieben die Verkehrswege in ihrem alten Zustand.

Trotzdem gibt es heute eine weitere Gefährdung dieser alten Relikte: Die Waldbearbeitung mithilfe von Vollererntern und Rückefahrzeugen. Sie zerstören sicher zwar keine tiefen Hohlwege, doch Wegerinnen werden "plattgemacht" und sie selbst pflügen neue Rinnen kreuz und quer durch den Wald. 

Gut ist es dann, wenn Förster den historischen Wert dieser Altstraßenspuren in Ihrem Wald erkennen. Ein Förster im Steigerwald erzählte mir neulich, dass er dafür gesorgt habe, dass Rückefahrzeuge und Vollernter einen ausreichenden Abstand zur alten Hochstraße einhalten müssen. 

Wenn man also der Beschreibung einer alten Straße bzw. dem von mir erstellten GPS-Track folgt, so geschieht das meistens auf Schotterwegen, unterhalb derer die alte Straße liegt. Im besten Fall ist die alte Straße noch erhalten - dann ist sie auch meistens als Wanderroute ausgeschildert und man kann auf ihr mit dem Mountainbike fahren. Der für die Altstraße günstigste Fall ist zugleich für diejenigen Radler, die ihr folgen möchte, der ungüstigste: Sie zieht so wie seit Jahrhunderten durch den Wald und wenn man ihr folgt, dann allerhöchstens noch zu Fuß und es ist dann beinahe wie "Querfeldein gehen" .

Für den Radler bedeutet dies, dass man ggf. auch mal das Bike schultern muss, wenn man auf solchen Abschnitten unterwegs sein möchte.

Die Befahrung eines alten Hohlweges mit Mountainbikes dürfte in der Regel nicht schädlich sein, wenn man ihm in Längsrichtung folgt. Vermeiden sollte man auf jeden Fall alles , was eine zusätzliche Erosion auslösen könnte: z. B. das Befahren quer zur Längsrichtung, bei dem die Hohlwegkanten in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Die historisch-geografischen Beschreibungen aller Altwege der hier beschriebenen Touren finden sich in meinem Buch "Mittelalterliche und neuzeitliche Straßen und Wege in der Rhön, im Grabfeld und der angrenzenden Gebiete" (siehe unter Literatur). 

Auf der Frankenstraße

Eine historische Umgehungsstraße von Meiningen

Weinstra

Alte und neue Straße nebeneinander

Eine uralte Straße umging das heutige Gebiet der Stadt Meiningen in Südthüringen. Sie begann an der Werrafurt bei Walldorf, führte durch die sogenannte "Haßfurt" vorbei an der Habichtsburg über die Dreißigackerer Hochfläche, vorbei an der uralten Henneburg und weiter über den "Kätzeroder Rücken" nach Bibra.

Sie ist heute überall als Fahrweg ausgebaut - war z. T. noch in den 1950er Jahren eine öffentliche, wenn  auch nicht mit Asphalt befestigte Straße. Trotzdem sieht man an vielen Stellen neben dem heutigen Weg die Spuren der alten Straße.

Die Frankenstraße ist auf ihrem gesamten Verlauf auch mit Trekkingrädern und sogar mit dem E-Bike zu befahren. Voraussetzung: Man nimmt Abschnitte mit Fahrbahnunebenheiten, geschotterten Obverflächen bzw. Naturwege inkauf. 

Günstig: Bibra liegt an der Bahnstrecke Schweinfurt - Meiningen und besitzt einen Bahnhof . So kann man bequem mit dem Zug nach Meiningen oder Walldorf (Umsteigen) zurück fahren.

Länge 25,2 km Summe > Steigungen 278 m > höchster /tiefster Punkt 480/287 m 

Frankenstraße GPX